Kein Fußbreit den Faschist_innen!

Am 21.12. wollen die völkischen Rassist_innen von PEGIDA in Dresden ein Demo-Jahr abschließen, das nicht nur von einer Zunahme ähnlicher Versammlungen in ganz Sachsen geprägt war, sondern durch einen extremen Anstieg rassistisch motivierter Gewalttaten eine neue Eskalationsstufe des Rechtsrucks in der Gesellschaft darstellte. Ausgerechnet in der Dresdner Neustadt und damit an dem Bahnhof, vom dem aus während der NS Zeit Jüdinnen und Juden deportiert worden sind, wollen die Faschisten aufmarschieren. Der Aufruf von PEGIDA und angeschlossenen Gruppen ist gewaltvoll, verachtend und als direkter Angriff aufzufassen.
Freital, Heidenau, Bischofswerda und Niederau sind nur einige der Orte, die bezeichnend für Pogromstimmung im Dresdner Umland stehen. In ganz Sachsen kam es immer wieder und immer bedrohlicher zu Angriffen gegen Personen, die nicht zum selbsternannten „Volk“ gehören – sei es aufgrund ihrer Herkunft, ihres Aussehens, ihrer Einstellung oder ihres Presseausweises. Auch Leipzig und Chemnitz sahen sich beinahe wöchentlich mit rassistischen Demonstrationen und in deren Umfeld immer wieder auch mit Gewalt und Bedrohung konfrontiert. Auch wenn die Sichtbarkeit in Dresden am größten ist: *GIDA ist kein Dresdner Problem, *GIDA greift die gesamte Gesellschaft und Demokratie an. Diesem Angriff müssen wir uns entschlossen entgegenstellen.
Wenn PEGIDA am 21.12. dazu aufruft in der Dresdner Neustadt zu demonstrieren, geht es nicht um Inhalte oder um die Verteidigung der Werte des Abendlandes oder Christentums sondern um eine ausdrückliche Provokation. Unverhohlen ruft man neonazistische Gruppen um Hilfe und hofft darauf, dass Kräfte wie der nationale Widerstand Dresden wie am 19.10. eskalieren mögen. Ein Anlass, bei dem auch der Leipziger Ableger LEGIDA nicht fehlen mag, und auch mit Unterstützung aus dem Umfeld der Chemnitzer CEGIDA ist zu rechnen.
Doch unwidersprochen bleibt dies nicht: Das Dresdner Bündnis „Herz statt Hetze“ ruft zu einer Protestaktion auf dem Theaterplatz auf, der sich unter anderem auch der Chor der Semperoper anschließen wird. Mit solidarischen und kreativen Botschaften soll am Abend des 21.12. PEGIDA der Theaterplatz genommen werden. In der Dresdner Neustadt wird es ebenfalls direkte Aktionen gehen um der Hetze der Faschist_innen entgegenzutreten.
Egal, wo PEGIDA am 21.12. sein wird, die Rassist_innen werden nicht ungestört bleiben – und die Dresdner_innen nicht allein mit ihnen. Auch in Chemnitz und Leipzig rufen wir dazu dazu auf, Menschen– und Demokratiefeindlichkeit klar zu widersprechen und gemeinsam in Dresden gegen PEGIDA, gegen sachsenweite Neonazistrukturen und gegen rassistische Hetze auf die Straße zu gehen. Die gemeinsame Anreise aus sowohl Chemnitz als auch Leipzig wird derzeit organisiert. Haltet euch auf dem Laufenden, informiert eure Freunde, seid kreativ. Solidarität ist unsere Waffe – und gemeinsam werden wir PEGIDA friedlich, entschlossen und stark entgegentreten.

 

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