Bündnis Chemnitz Nazifrei: Einsiedler Protest zeigt sein wahres Gesicht

Zu den Äußerungen eines Redners beim Einsiedler Schweigemarsch, nun generell Flüchtllinge in Einsiedel abzulehnen und nicht mehr wie bisher die Einrichtung einer EAE, erklärt Martin Bott, Sprecher des Bündnis Chemnitz Nazifrei:

Damit zeigen die angeblich ‚besorgten‘ Demonstrierenden in Einsiedel ihr wahres Gesicht. Die bisher vorgeschobene Offenheit für Flüchtlingsfamilien und unbegleitete minderjährige Flüchtlinge spielt nun keine Rolle mehr. Uns überrascht das nicht. Schließlich ist der Protest maßgeblich durch den PEGIDA-Kader gestaltet und es gab auch immer gewaltbereites Klientel auf den Demonstrationen, denen diese softe Strategie sicher nicht zugesagt hat. Wir hoffen, dass nun wenigstens auch die unsägliche Verharmlosung der Situation, wie sie vor allem durch CDU-Funktionär*innen passierte, endlich endet.“

Für Unverständnis sorgt beim Bündnis die Ankündigung, dass in Absprache mit dem Ortschaftsrat ein Bürgerbüro im Rathaus eingerichtet werden soll.

Spätestens jetzt sollte der Ortschaftsrat anfangen, klare Kante gegen Rassist*innen und die Einsiedler Bürgerbewegungen zu zeigen. Er sollte darauf hinwirken, Willkommenskultur zu organisieren und sich solidarisch mit den Einsiedler Bürgerinnen und Bürgern zeigen, die bereit sind, sich für Flüchtlinge zu engagieren und die sich dabei mutig gegen die Mehrheit im Ort und ihre eigenen Nachbarinnen und Nachbarn stellen. Wer mit diesen Bewegungen gemeinsame Sache machen will, spielt mit dem Feuer. Warum hat man stattdessen nie darüber diskutiert ein ‚Willkommensbüro‘ einzurichten?“, so Alexander Schramm vom Bündnis Chemnitz Nazifrei weiter.

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