GIDAs, Ausgrenzung und Fremdenhass? Nicht mit uns!

Nach wie vor möchte PEGIDA nicht gerne mit Nazis und Rassisten in Verbindung gebracht werden und die Akteure versuchen sich als besorgte BürgerInnen zu profilieren. Dabei entstammen nicht nur ihre Redner*innen immer mehr dem rechten Rand – wie z. B. am kommenden Montag in Dresden Herr Wilders, sondern auch Teile des „Publikums“ zeigen ihre intolerante, häufig nationalistische Einstellung ganz deutlich. „Spaziergänger“ in Chemnitz erhoben den Arm zum Hitlergruß, und bei der Rede der PEGIDA-Oberbürgermeisterkandidatin 23. März hat sich offenbar niemand an der Schwarz-Weiß-Roten Flagge gestört.

In dem inzwischen „geltenden“ PEGIDA-Programm ist auch das „christlich-jüdische“ Abendland einfach ersatzlos gestrichen worden. Stattdessen stellen sie nun, unter Punkt 1 den „Schutz, Erhalt und respektvollen Umgang mit unserer Kultur und Sprache.“ in den Vordergrund. Damit dürften die Neonazis in den eigenen Reihen vermutlich viel besser leben können. Ernsthafte Distanzierung von menschenverachtenden Einstellungen sieht jedenfalls anders aus. Klar ist auch, seit PEGIDA ihre absurden islam– und asylfeindlichen, sowie teilweise verschwörungstheoretischen Thesen auf die Straße bringt und während ihrer „Abendspaziergänge“ im Prinzip gegen alles hetzt, was nicht in das PEGIDA-Weltbild passt, nehmen Übergriffe auf Asylsuchende und Flüchtlinge zu. Das geht soweit, dass nach fast 15 Jahren in Deutschland wieder Flüchtlingsunterkünfte brennen,was Erinnerungen an die schlimmen Bilder von Hoyerswerda und Rostock-Lichtenhagen wachruft. Nachdem sich 2014 die Zahl der Anschläge auf Asylbewerberheime in Sachsen bereits verdreifacht haben (Artikel) sorgen nun die Ereignisse in Tröglitz für Bundesweites Aufsehen. PEGIDA liefert solch menschenverachtenden Denken eine Plattform und macht Rassismus oder Fremdenfeindlichkeit offenbar wieder „salonfähig“.Wir müssen uns PEGIDA am 13.04. wieder entgegenstellen! Wir werden auch in Zukunft nicht zulassen, dass deren rassistische Hetzreden unwidersprochen bleiben! Wir werden nicht zulassen, dass ein gesellschaftliches Klima entsteht, in dem sich Brandstifter durch den Zuspruch eines angeblichen „Volkes“ sicher fühlen können. Gleichzeitig möchten wir dies als Chance nutzen, um mit euch ins Gespräch zu kommen. Wir wollen mit euch diskutieren, wie wir weiter ein deutliches Zeichen gegen PEGIDA Chemnitz-Erzgebirge setzen können und wollen. Welche Ideen habt Ihr für zukünftige entschlossene, laute und kreative oder subtile Proteste? Was könnt Ihr dazu beitragen? Dazu hoffen wir auf viele schöpferische Köpfe mit tollen Ideen!

Wir werden Chemnitz nicht Nazis, Rassist*innen, Verschwörungstheoretiker*innen und „besorgten Bürger*innen überlassen! Deshalb: Ladet eure Freund*innen ein und seid am Montag wieder mit uns auf der Straße!

Für die Gleichwertigkeit aller Menschen – Gegen Fremdenhass und Ausgrenzung!

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