Es ist geschafft! „Trauermarsch“ am 5. März in Chemnitz ist Geschichte.

Die Nazis haben am 5.3. in Chemnitz keinen Platz für ihre revisionistischen Aufzüge gefunden. Stattdessen beteiligten sich gerade einmal 15 Personen, mit Fackeln, an einer stationären Kundgebung der NPD.
Dass es so weit gekommen ist, ist im Besonderen den Aktivitäten des „Bündnis Chemnitz Nazifrei“ sowie dem StuRa der TU Chemnitz zu verdanken. Nach 12 Jahren Protest und mehreren erfolgreichen Blockaden in den letzten Jahren, gegen ihren sogenannten „Trauermarsch“, sind Naziaufmärsche am 5. März in Chemnitz Geschichte.
Am vergangenen Donnerstag haben ca.750 BesucherInnen der beiden Bündnisveranstaltungen gezeigt, dass verdrehte Geschichtsauffassung und Neonazis nicht in unsere Stadt gehören.
Mit dem 2. Täterspurenrundgang wurde dem bisherigen offiziellen Gedenken und der Umdeutung der Geschichte des 5.März durch Neonazis etwas entgegengesetzt. Chemnitz hat in der Rüstungs-und Kriegswirtschaft eine wesentliche Rolle gespielt und trägt somit eine nicht zu verkennende Mitschuld. Zwangsarbeit, Enteignung jüdischer Unternehmen und der Einsatz von KZ-Häftlingen war hier Realität. Diese greifbar zu machen gelang durch den Täterspurenrundgang, der von vielen SchülerInnen kreativ gestaltet wurde. Kurze Schauspieleinlagen schafften es, Geschichte sichtbar zu machen und Fakten zu untermauern. Es konnten somit in diesem Jahr, neben Protest in Sicht– und Hörweite und Blockaden, eigene inhaltliche Schwerpunkte gesetzt werden.
Dafür möchten wir uns besonders bei den AkteurInnen bedanken. Darüber hinaus gilt ein riesiger Dank den 400 Menschen, welche unter dem Thema „Gegen jeden Geschichtsrevisionismus“ der Neonazi-Mahnwache auf dem Johannesplatz, auch bei schlechtem Wetter, die Rote Karte gezeigt haben. Bei so viel Protest ist den Nazis schnell die Lust vergangen und nach gerade einmal einer Stunde endete das, was einmal einer der größten Naziaufmärsche Deutschlands war.
Ein herzliches Dankeschön allen TeilnehmerInnen und OrganisatorInnen für diesen Erfolg! Setzten wir uns gemeinsam dafür ein, dass es am 5.3.2016 und auch sonst, keinen Platz für Geschichtsrevisionismus, Nationalismus, Rassismus oder Antisemitismus gibt.

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