Wer ist eigentlich „Chemnitz wehrt sich“?

Am 22. November demonstriert „Chemnitz wehrt sich“ gegen „Asylwahnsinn, Überfremdung und Islamisierung“. Für viele hören sich diese Themen an sich bereits fremdenfeindlich an, aber es geht uns nicht darum komplette Gruppen zu beschuldigen irgendetwas zu seien.
Möglicherweise gibt es unter den Teilnehmern der besorgten „Bürgerdemonstration“ auch Personen, die sich tatsächlich schlichtweg darum sorgen, dass Menschen aus z.B. religiös motivierten Hass andere Menschen töten; wie es z.B. der IS in Syrien und im Irak tut.

Die Abwertung von Menschen aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit und damit einhergehende Gewalt sind für uns nicht akzeptabel. Das Bündnis Chemnitz Nazifrei steht für die Gleichwertigkeit aller Menschen! Und wie steht es mit der Wertigkeit von Menschen bei „Chemnitz wehrt sich“?
Wir möchten Ihnen diese „Bürgerbewegung“ und Ihre Internetpräsenz einmal Vorstellen. „Chemnitz wehrt sich“ ist eine Facebookgemeinschaft, die mit Ihren Nutzern interagiert. Das sieht z.B. so aus (Bitte auf den Auszug klicken um diesen komplett sehen zu können):

Da fragen wir uns, ob alle Mitglieder dieser wehrhaften Gemeinschaft und die Menschen die am 22.11.14 an der sogenannten „Bürgerdemonstration“ teilnehmen werden, ausschließlich sachlichen Argumenten zugänglich sind.
Offenbar geht es nicht allen Sympathisanten von „Chemnitz wehrt sich“ z.B. um konkreten Missbrauch des Asylrechts. Als die wehrhaften Redakteure z.B. von einem Brand in einem Flüchtlingsheim berichteten, hatten die Nutzer dazu offensichtlich folgende Gedanken (Bitte auf die Auszüge klicken um diese komplett sehen zu können):

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Bis zum 13.11.14 hat „Chemnitz wehrt sich“ auf ihrer Veranstaltungsseite den folgenden Hinweis zu ihrer Demonstration gegeben (Bitte auf den Auszug klicken um diesen komplett sehen zu können).

Die Veranstalter machen sich also Sorgen, dass ihre eigenen Anhänger auf der Demonstration rassistische und rechtsradikale Themen transportieren wollen. Wie kommen die Organisatoren denn auf so etwas?
Wie man an dem obigen Auszug sehen kann, waren schwarz-weiß-rote Fahnen auf der Veranstaltung eindeutig willkommen. Am Morgen des 13. November hat das Bündnis Chemnitz Nazifrei mit einem Post darauf hingewiesen, dass diese Farben schon länger von keinem Deutschen Nationalteam mehr getragen wurden. Möglicherweise assoziieren Menschen diese Fahne sogar mit einem kriegerischen Großdeutschland.
Am Abend des 13. November hat „Chemnitz wehrt sich“ reagiert und gepostet, dass schwarz-weiß-rote Fahnen nun doch verboten seien (Bitte auf den Auszug klicken um diesen komplett sehen zu können).

Nicht, dass sich die Redakteure von Assoziationen zu einem kriegerischen Großdeutschland distanziert hätten, aber Bürger, die damit nichts anfangen können, wollte man scheinbar auch nicht verschrecken. Einige Gemeinschaftsmitglieder fanden es jedoch offenbar schade, dass sie keine schöne schwarz-weiß-rote Fahne mit zur Demo nehmen dürfen, obwohl das Verbot nicht von der Polizei kam; und es so entwickelte sich eine Diskussion (Bitte auf die Auszüge klicken um diese komplett sehen zu können).

Der Diskussionsteilnehmer, welcher den letzten Beitrag verfasste, und seine Facebookfreunde (z.B. ein NPD Funktionär) haben ganz offensichtlich eine kriegerische, „großdeutsche“ Assoziation mit Schwarz Weiß Rot.
Er posiert auf seinem Titelbild mit einem Helm der deutschen Wehrmacht, auf dem eine schwarz-weiß-rote Fahne zu sehen ist. Den Helm trägt ein schwarzes Kind welches seine Kumpels als „Äffchen“ bezeichnen (Bitte auf den Auszug klicken um die Kommentare der „Freunde“ sehen zu können).

Wer mit diesen Menschen auf die Straße geht, demonstriert gemeinsam mit Rassisten.
Vom Bündnis Chemnitz Nazifrei ging in der Vergangenheit und geht in der Zukunft keine Eskalation aus. „Chemnitz wehrt sich“ sympathisiert ganz öffentlich mit dem Zusammenschluss „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa). Nach den gewalttätigen Ausschreitungen im Rahmen der HoGeSa Veranstaltung in Köln am 26.10, kam es in Hannover auch zu gewalttätigen Übergriffen gegenüber HoGeSa-Demonstranten. Wir gehen davon aus, dass die Organisatoren der besorgen „Bürgerdemonstration“ in Chemnitz darum bemüht sind, eine friedliche Außenwirkung ihrer Demonstration zu erreichen. Ob alle Nutzer der Facebookgemeinschaft „Chemnitz wehrt sich“ friedliche Absichten haben bleibt ungewiss. Denn wenn einige Mitglieder an ihre „HoGeSa-Kameraden“ denken erscheinen sie gar nicht so friedlich (Bitte auf die Auszüge klicken um diese komplett sehen zu können).

Abgesehen davon, dass es in dem Bündnis Chemnitz Nazifrei Menschen gibt, die sich gar nicht als Links definieren und bestimmt auch keinen Streit suchen, denken wir, dass eine politische Überzeugung sicherlich kein Grund für „Schusswaffengebrauch“ sein sollte (Bitte auf den Auszug klicken um diesen komplett sehen zu können).

Ein lokales Beispiel dafür, dass es bei Demonstrationen gegen Rassismus oder für Toleranz in Chemnitz jemals zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen ist, konnte die „wehrhafte“ Gemeinschaft selbstverständlich nicht finden, da es schlichtweg keine entsprechenden Beispiele gibt.
„Besorgte Bürger“, die mit Nazis eigentlich nichts zu tun haben wollen, müssen wissen, dass Sie am 22.11.14 auch zusammen mit knallharten Rassisten auf der Straße stehen werden, die das Recht auf Asyl für Menschen die z.B. vor einem Krieg oder religiöser Verfolgung fliehen schlichtweg ablehnen. Die Menschen, die entsprechend radikale Thesen vertreten werden von den Redakteuren keines Falls aufgefordert diese „bürgerliche“ Gemeinschaft zu verlassen; NEIN, offensichtlich sollen sie lediglich ihre Wortwahl überdenken (,.. schließlich wollen sie ja gemeinsam etwas erreichen; bitte auf den Auszug klicken um diesen komplett sehen zu können).

Das Bündnis Chemnitz Nazifrei ruft dazu auf, am 22.11.2014 ab 14:00 Uhr auf die Straße zu gehen um Rassismus zu demaskieren. Wir Treffen uns auf der Brückenstraße gegenüber des Karl Marx Monuments. Stehen Sie für die Gleichwertigkeit aller Menschen ein, und protestieren Sie gegen jede Art von rassistischer Hetze.
Und wussten Sie schon, dass es gar keine Nazis mehr gibt??
(Bitte auf den Auszug klicken um diesen komplett sehen zu können).

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