Menschen, die friedlich gegen Nazis protestieren, dürfen nicht kriminalisiert werden!

Am 1. Mai protestierten in Plauen rund 2000 Menschen gegen einen Naziaufmarsch. Erstmals ist es Demonstrant_innen auch im Voigtland gelungen die Neonazis zu blockieren. Dabei ist es nach Angaben von Juliane Pfeil sehr friedlich zugegangen. „Niemand aus aus der Blockade wollte Krawall“ berichtete die Stadträtin der Frankfurter Rundschau. Die anschließende Einkesselung von Demonstrant_innen und die gewaltsame Räumung der Pauluskirche durch die Polizei bezeichnet nicht nur die SPD-Politikerin als „Völlig unverhältnismäßig“.

Für das Bündnis Chemnitz Nazifrei steht fest, dass Menschenblockaden gegen Naziaufmärsche selbstverständlich legitim sind.

Ungeachtet des fragwürdigen Polizeieinsatzes hat die Staatsanwaltschaft Zwickau inzwischen 393 Ermittlungsverfahren gegen Demonstrant_innen eingeleitet. Wir können nicht hinnehmen, dass Personen, die sich gegen menschenverachtenden Nazismus engagieren, unter Generalverdacht gestellt werden.

Wir empfehlen allen, die sich an den Protesten gegen die Nazis in Plauen beteiligten und nun von der Staatsanwaltschaft oder Polizei angeschrieben werden, umgehend Kontakt zu der Roten Hilfe aufzunehmen. Ihr werdet nicht alleine gelassen! Für Personen aus Süd-West-Sachsen und Chemnitz ist dies die Kontaktadresse.

chemnitz@rote-hilfe.de

Weitere Informationen, um sich der Kriminalisierung zu widersetzen, findet findest Ihr in dem folgenden Artikel:

https://linksunten.indymedia.org/de/node/112593

Zusätzliche Berichte zu den Vorkommnissen an am 1. Mai in Plauen:

http://www.l-iz.de/Melder/Melder/2014/05/Polizeigewalt-am-1-Mai-in-Plauen-Gruene-wollen-Aufklaerung-55089.html

http://www.fr-online.de/politik/demonstration-aerger-in-plauen,1472596,27011516.html

http://gj-sachsen.de/aktuelles/2014/05/02/raeumung-der-pauluskirche-und-brutaler-polizeieinsatz-gegen-jugendliche-in-plauen-saechsische-demokratie-hat-neuen-tiefpunkt-erreicht/

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