Täterspurenrundgang

Am 5.3.2014 findet, bevor die eigentliche Demo beginnt, zum ersten Mal in Chemnitz ein Täterspurenrundgang statt. Inspieriert durch Dresden möchte das Bündnis aufzeigen wo in der Stadt während des Nationalsozialismus die Täter gewirkt haben. Aber auch die aktuellen Neonazistrukturen sollen in den Blick genommen werden.

Als nach dem 2. Weltkrieg das Ausmaß der Naziverbrechen bekannt  wurde, waren viele Menschen in Deutschland schockiert. Ein häufiger Satz war damals „Das habe ich nicht gewusst“, dabei fanden viele Verbrechen vor den Augen der Öffentlichkeit und auch in Chmnitz statt. In der Nachkriegsgeschichte blieben viele Täter unerkannt. Der Täterspurenrundgang soll einige Ereignisse in Erinnerung bringen. Organisiert wird der Täterspurenrundgang in Zusammenarbeit mit dem VVN/BdA Chemnitz.

Beginn: 13.30Uhr, mit diesen Stationen

1. Deutsche Bank (Falkeplatz)
Die Deutsche Bank hat in der NS-Zeit nicht nur Adolf Hitler, sondern auch Vernichtungslager wie Auschwitz und Rüstungsfirmen finanziert und bei der Enteignung von jüdischen Bürgern und Geschäften Milliardengewinne gemacht.

2. Synagoge/Stele Reichsstraße (Stephanplatz)
Die Synagoge, die hier stand, wurde in der Reichsprogromnacht zerstört.

3. Gestapo-Zentrale (Kaßbergstraße 22a)
Eine Villa auf diesem Grundstück wurde ab 1938 Sitz der Gestapo, im berüchtigten Gartenhaus befanden sich Folterzellen.

4. Hartmannstraße 24
1933–1938 Gestapo-Zentrale und Polizeipräsidium bis 1945

5. Army Shop (Brückenstraße)
Hier wird die von Neonazis bevorzugte Marke Thor Steinar verkauft.

6. Hansa-Haus (heute steht an diesem Ort das Hotel an der Oper)
Sturmlokal der SA und Sitz des Nachrichtendienstes der NSDAP Chemnitz

7. Innenhof der TU Chemnitz am Alten Heizhaus (Straße der Nationen 62)
Sammelort für die zur Deportation in die Vernichtungslager bestimmten Juden

Ende ca. 16Uhr mit Anschlussmöglichkeit zur Kundgebung am Hauptbahnhof.

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