Nazistrukturen in Chemnitz – wofür steht das Bündnis?

In den vergangenen Jahren haben sich in Chemnitz leider gefestigte neonazistische Strukturen entwickeln können. Neben mehreren neonazistischen Modeläden befindet sich u.a. einer der größten Vertriebe von Nazimusik in Chemnitz. (weitere Infos: http://wachsam-in-chemnitz.de/) Ganz sicher ist es kein Zufall, dass gerade Chemnitz von den Terrorist_innen des NSU genutzt wurde, um unterzutauchen. Hier war eine entsprechende Unterstützer_innenstruktur vorhanden.

Seit 2013 gibt es massive Bestrebungen von neonazistischen Gruppen ihre Präsenz im öffentlichen Raum auch jenseits des 5.3. auszubauen. Während Versuche, weitere geschichtliche Ereignisse wie den 17. Juni 1953 umzudeuten, eher erfolglos waren, fokussieren sich die Nazis bei ihren Kundgebungen auf Unterkünfte für Asylsuchende. Ähnlich wie in anderen Orten gelang es den Nazis, Ängste und Unzufriedenheit von Anwohner_innen für rassistische Ressentiments zu nutzen. Fremdenfeindliche Haltungen in Teilen der Bevölkerung haben die rechten Akteure aufgegriffen und verstärkt. Während einige Mitglieder der Szene versuchen sich einen „bürgerlichen Anstrich“ zu verpassen, hetzen andere Neonazis auf sozialen Netzwerken ganz offen mit primitiven Slogans wie „Kein Bock auf Asylanten – Werde aktiv“ gegen Schutzsuchende.

Das Bündnis Chemnitz Nazifrei steht unabhängig von der Hautfarbe, der Religionszugehörigkeit, der sexuellen Orientierung oder der Herkunft für die Gleichwertigkeit aller Menschen. Menschenverachtende und menschendiskriminierende Weltanschauungen sind für uns inakzeptabel.

Wir unterstützen Aktionen und Aktivitäten, die das Ziel verfolgen, Veranstaltungen mit nazistischen Hintergrund zu verhindern oder über diese aufzuklären.

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