Ohnmacht überwinden – friedlich, kreativ und nachhaltig gegen Neonazis

Einladung zum offenen Bündnistreffen mit Mitgliedern des Jenaer AktionsNetzWerks gegen Rechtsextremismus am 23. Februar, 19:00 Uhr, Soziokulturelles Zentrum QUER BEET

Das Chemnitzer Bündnis für Frieden und Toleranz lädt am 23. Februar, 19:00 Uhr alle ein, zu einem Erfahrungsaustausch mit Akteuren des Jenaer AktionsNetzWerkes gegen Rechtsextre-mismus im Soziokulturellen Zentrum QUER BEET, Rosenplatz 4, Chemnitz. Der Eintritt ist frei.

Schon seit einigen Jahren finden auch in Chemnitz anlässlich des 5. März Kundgebungen und Demonstrationen der Neonazis statt. Auch 2011 hat die NPD wieder angemeldet. In Chemnitz haben sich eine massive neofaschistische Vertriebsstruktur und Musiklabels etabliert, die die ganze rechts-extreme Szene finanziell massiv stützen. Desweiteren plant die NPD in Chemnitz eine großes Schulungszentrum zu etablieren.

Um zu verhindern dass sich die neofaschistischen Akteure und Netzwerke hier weiter und fester etablieren und durch solche Demonstrationen ihr Wachstum und Vorhandensein massiv demonstrieren, hat sich auch in Chemnitz ein breites Bündnis für Frieden und Toleranz – Kein Platz für Nazis gegründet.

Wer wenn nicht wir ist für unsere Zukunft verantwortlich – für eine Gesellschaft ohne menschenverachtende Ideologie.

Es gilt die Ohnmacht zu überwinden und friedlich, kreativ und mit langem Atem dem wachsenden Neofaschismus entgegen zu treten und ihm den Boden zu entziehen.

Informieren Sie sich mit uns gemeinsam, wie die BürgerInnen in anderen Städten kontinuierlich dem gefährlichen, modernen Faschismus entgegenarbeiten! Kommen Sie am 23. Februar mit ins Soziokulturelle Zentrum QUER BEET!

Ausgeschlossen von der Veranstaltung sind jedoch Personen, die neonazistischen Organisationen angehören, der rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind.

Das Jenaer AktionsNetzWerk gegen Rechtsextremismus gründete sich im Oktober 2008, nach dem Widerstand gegen das rechtsextreme „Fest der Völker“ am 8. September, dem größten Naziauf-marsch in Thüringen. Als ein Personenbündnis aus Jenaer Bürgerinnen und Bürger, hat es sich zur Aufgabe gemacht, Erscheinungsformen des Neonazismus in jedweder Form mehr als nur aktionsbezogen entgegenzutreten. Dabei ist es ihnen wichtig, bei der Auseinandersetzung mit dem Thema Rechtsextremismus, Faschismus und Revisionismus die üblichen ‚Wellen‘ der Aufmerk-samkeit zu durchbrechen und stattdessen kontinuierlich und langfristig diesen gefährlichen gesellschaftlichen Phänomenen entgegen zu arbeiten.

Das Chemnitzer Bündnis für Frieden und Toleranz – Kein Platz für Nazis hat sich vor einem Jahr gegründet, um die zunehmende Vereinnahmung des 5. März durch Nazis zu verhindern. Der friedliche Protest führte 2010 Vereine, Verbände, Initiativen und Einzelpersonen aus Kultur, Politik, Gewerkschaft, Wirtschaft, Bildung, Sport und anderen Bereichen zusammen. Reichlich 1500 Menschen demonstrierten damals, dass die Bürgerschaft in ihren Reihen keinen Platz für Neonazis hat.

(Pressemitteilung vom 22. Februar 2011)

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